Am 23. September 2026 nahm das Linnaeus Kompetenzzentrum Hanf an der INNOspace Jahreskonferenz in Bonn teil. Als Mitglied des INNOspace-Netzwerks brachte Linnaeus dabei die Perspektive der Circular Economy in den Austausch mit Akteuren der Raumfahrtindustrie ein.
Im Rahmen eines Kurzpitches unter dem Titel „Circular Space Economy: Kreislaufwirtschaft als Zukunftsfaktor der Raumfahrtindustrie“ stellte Martin Wittau zentrale Ansatzpunkte für eine stärkere zirkuläre Ausrichtung der Branche vor.
Im Mittelpunkt standen Fragen des kreislauffähigen Designs, der Verlängerung von Produkt- und Komponentenlebenszyklen, Reparatur und Wiederverwendung sowie geeigneter End-of-Life-Strategien. Auch Materialeffizienz, nachhaltige Wertschöpfungsketten und neue Formen der Zusammenarbeit entlang industrieller Lieferketten spielten eine Rolle.
Gerade die Raumfahrt bietet für Circular Economy ein besonderes Anwendungsfeld. Hohe Anforderungen an Materialien und Komponenten, lange Entwicklungszyklen und komplexe Lieferketten treffen auf einen hohen Innovationsdruck. Damit entsteht ein Umfeld, in dem neue zirkuläre Ansätze nicht nur ökologisch, sondern auch technologisch und wirtschaftlich relevant werden können.
Für Linnaeus ist dabei besonders die Übertragbarkeit zwischen Branchen interessant. Technologien, Materialien und Prozesse aus der Raumfahrt können Impulse für andere Industriezweige liefern. Umgekehrt lassen sich Erfahrungen aus Circular Economy, biobasierten Materialien und nachhaltiger Produktion in den Raumfahrtkontext übertragen.
Ein weiterer Schwerpunkt des Pitches lag auf der Frage, welche Kompetenzen Unternehmen für diese Transformation benötigen. Circular Economy verändert Entwicklungsprozesse, Beschaffung, Geschäftsmodelle und betriebliche Entscheidungsstrukturen. Hier bestehen direkte Schnittstellen zum Projekt PIQUALI, an dem Linnaeus als Projektpartner beteiligt ist.
Die Teilnahme an der INNOspace Jahreskonferenz bot Linnaeus die Möglichkeit, diese Themen im Raumfahrtnetzwerk zu diskutieren und neue Anknüpfungspunkte für Kooperationen und Technologietransfer zu identifizieren.